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Ein Kopf voller Winterabenteuer – Hinter den Kulissen

Endlich habe ich wieder mal was mit Photoshop gebastelt und auch die Zeit gefunden ein kleines Howto zu schreiben. Dieses Mal gibt es wieder ein Composite und wie immer zuerst das Resultat:

A head full of winter adventures
Im Kopf hatte ich ein ganz anders Bild, aber während dem Arbeiten kam die Idee mit dem „Herausfliessen“ des Berges aus der Skibrille und so muss das andere Bild noch ein Weilchen in meinem Kopf verharren.

Das Bild besteht aus 3 Einzelbildern, wobei die Wand nur verwendet wurde um dem Himmel und den Bergen Struktur zu verleihen.

Berge

 

Wand

skier

Die Ebenen sehen so aus:

Ebenen

Berge

Als Ausgangspunkt verwendete ich ein Bild vom Lauteraarhorn, das ich schon vor einiger Zeit bearbeitet hatte.

Zuerst wollte ich bei diesem Bild mit der Wand Struktur hinzufügen und danach einige Bergsteiger-Accessoires wie Skier oder auch Pickel ins Bild bringen. War dann aber nichts.

Dieses Bild besteht nur aus dem Bild des Lauteraarhorns, einer Schwarz/Weiss-Ebene und einer Kurvenebene.

Lauteraarhorn

Auch ohne frisch angezuckert zu sein ist das Lauteraarhorn ein schöner Berg, aber so mit dem schönen Kontrast von Schnee und Fels ist es einfach irgendwo zwischen hach und unglaublich schön.

Schwarz/Weiss-Ebene

bw1

In vielen Bildern verwende ich Schwarz/Weiss-Ebenen bei denen ich dann den Ebenenmodus hartes Licht/hard Light oder auch weiches Licht/soft light anwende. Bei dieser Ebene war es wieder mal hartes Licht/hard light. Hier dunkelte ich die Blautöne relativ stark ab, aber schützte doch auch wieder einige Partien mit einer Maske, damit diese nicht zu dunkel oder zu hell wurden. Das Weiss verlor auch an Details und so passte ich die Fülloptionen an, damit die Ebene in den Lichtern an Wirkung verlor.

Kurvenebene

Dunkler

Die Berge waren mir dann immer noch zu hell und darum dunkelte ich sie mit einer einfachen Kurvenebene ab. Damit der Himmel nicht allzu dunkel wurde schütze ich ihn mit einer (auf die Schnelle mit der Hand gemalten) Maske.

Struktur

Wand Ebenen

Wie gesagt wollte ich zuerst nur die Berge und ein paar zusätzliche Accessoires einbauen. Um den Berg ein wenig in den Hintergrund zu verschieben, beschloss ich mit einer Struktur (also einfach einem Foto einer Wand) den Berg wie aufgedruckt erscheinen zu lassen. Ich began mit einer Ebene in der ich das Bild der Wand einfach mit dem Ebenenmodus weiches Licht/soft light über den Berg legte. Da der Effekt noch nicht die gewünschte Stärke hatte duplizierte ich die Ebene. Doch durch das zweifache Anwenden des weiches Licht/soft light-Ebenenmodus war mir das Bild zu hell. Darum wandte ich noch eine Kurvenebene die ein wenig abdunkelt auf die obere weiches Licht/soft light-Ebene an. Aber es war mir immer noch zu hell und mit einer weiteren Ebene, die einfach das Bild der Wand war und dem Ebenenmodus Multiplizieren/Multiply (55% Deckkraft) schaute es dann schon noch ein bissi besser.

aus.Wand mit Bergen

Aber genug dunkel war es immer noch nicht :-/ So nahm ich das veränderte Bergbild (merge aus Hintergrund-, Schwarz/Weiss- und Kurvenebene) und platzierte es oberhalb der Wand-Gruppe. Als Ebenenmodus verwendete ich Multiplizieren/Multiply (31%) und mit den Fülloptionen schaute ich, dass die Lichter nicht gross beeinflusst wurden.

Wand Multiplizieren

Multiply blend

Skifahrer

Die Aufnahme habe ich in der Wohnung gemacht und einfach die Kamera mit einem Makro auf ein Stativ gestellt und mit dem Fernauslöser ausgelöst. Auf der Kamera war natürlich noch der Blitz mit dem Tupperware drauf und es hat circa nur 50 Aufnahmen gebraucht bis ich zufrieden war (<note to self>Nächstes Mal die Freundin fragen ob sie die Aufnahme machen kann, dauert ev. nicht so lange</note to self>).

Ebenen Skifahrer

Wie in der Aufnahme zu erkennen ist, wurde das Blitzlicht in der Brille recht gut reflektiert und im oberen Teil des Brillenrandes kann man sogar die Kamera samt Stativ erkennen. In einer ersten Ebene entfernte ich das Blitzlicht (zugegeben bissi auf die Schnelle).

Skifahrer mit weniger Reflexion

 

Mit den nächsten zwei Ebenen („brighter“ und „darker goggles“) hellte ich das Bild auf, aber da mir dann der Rand der Brille wieder zu hell war, dunkelte ich ihn mit einer weiteren Kurvenebene ab.

Skifahrer dunkler

Da fehlte aber immer noch ein wenig von diesem Pöntsch von dem immer alle sprechen und darum legte ich noch eine Schwarz/Weiss-Ebene mit Ebenenmodus weiches Licht/soft light darüber.

Skifahrer Final

Maske für die „skier“ Gruppe

Eigentlich wollte ich, dass das Bild des Skifahrers linear in das Bergbild überging. Also rechts circa 1/4 Skifahrer mit Brille und dann ein Übergang zu dem Rest ausgefüllt mit dem Berg. Aber dann hatte ich die Idee mit der Spiegelung in der Brille. Ok, das hatte ich ja schon mal, aber dieses Mal sollte der Berg aus der Brille kommen.

Anfang Winter habe ich immer 100 Pläne wo ich runterfahren könnte und ich hoffe dann immer dass es auch klappt. Darum dann auch der „A head full of winter adventure“ Titel.

Die Maske setzt sich aus 4 Teilen zusammen.

Maske Skifahrer

  1. Übergang Helm
  2. Grat
  3. Skibrille
  4. Berg

Die einzelnen Masken speicherte ich als Kanäle ab und setzte sie am Schluss zusammen.

Übergang Helm

Diese Maske war am schnellsten gemacht, da ich mit dem Pfad Werkzeug dem Helm entlang zeichnete und danach noch ein paar Pixel als weiche Auswahlkante hinzu/feather hinzufügte. Wenn ich für eine einfache geometrische Form eine Maske erstellen muss, dann verwende ich oft das Pfad Werkzeug, da man damit sehr schnell ist.

Grat

Der Grat ist sehr fein und von Hand mochte ich ihn nicht als Maske erstellen. Um zur vernünftigsten Methode zu kommen musste ich ein wenig überlegen, aber mit der Lösung war die Maske ein Kinderspiel: Das Bild des Berges hat sehr viele Konturen im Bereich der Felsen, dafür aber fast keine im Himmel. So erstellte ich mit dem Konturen finden/find edges-Filter folgendes Bild.

Berge mit Konturen finden

 

Der Grat zeichnet hier eine sehr schöne und klare Linie zwischen Himmel und Berg und mit dem Maskierungsmodus/Quickmask-mode konnte ich schnell eine Maske vom Himmel erstellen, die nur noch sehr wenig Nachbesserung benötigte.

Skibrille

Diese Maske erstellte ich mit Kanalberechnungen/Calculations. Eigentlich ein simples Tool bei dem ich immer noch relativ viel Trial & Error mache. Es gibt dafür aber immer recht genau Masken, die von Hand sehr schwer zu erstellen wären. Der Deke von lynda.com kann das aber sehr viel besser erklären:

ARVE Error: id and provider shortcodes attributes are mandatory for old shortcodes. It is recommended to switch to new shortcodes that need only url

Die Flecken auf der Brille sind übrigens Absicht, da dies noch mehr Struktur auf dem Berg/Himmel gibt.

Und das war es dann auch schon wieder. Da die Bilder mit grosser Auflösung gemacht wurden kam ich mit all den Ebenen auf  etwas über 2GB für die Datei. Aber eben, who cares.

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