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Bilder kombinieren

Eigentlich bin ich der Meinung, dass man so viel wie möglich schon „in der Kamera“ machen sollte, also dass die Belichtung (wenn nötig mit Blitz) und auch der Bildausschnitt auf der RAW Datei schon stimmen. Sich vor dem Bild schon Gedanken zu diesen Themen zu machen lohnt sich immer und spart auch Zeit. Steht man aber unter Zeitdruck, so sieht man manchmal erst am grossen Bildschirm wie das Bild am besten funktioniert hätte. Hier kommt dann Photoshop zur Hilfe.

Ich möchte kurz zeigen wie verschiedene Bilder zu einem kombiniert werden können und die Versäumnisse die bei der Aufnahme gemacht wurden auszubessern. Hier zwei Beispiele:

In der Weihnachtszeit waren wir mit Freunden auf einer Skitour zum Rosskofel unterwegs. Kurz vor dem Gipfel begann es regelrecht zu stürmen, was das Gehen schwierig machte. Der Schnee der da durch die Luft wirbelte, wirkte im Gegenlicht aber sehr dramatisch. Herbert vor mir war ein tolles Sujet, aber leider war es schwierig die Person und den verwehten Schnee im idealen Moment und Pose zu fotografieren.

Ausgangsbilder

Unten ist der Schnee perfekt, aber Herbert sieht ein wenig aus wie eine Henne die flattert. Oben ist die Pose nicht die beste, aber immerhin viel besser als auf dem vorigen Bild. Hier kommt leider der Schnee nicht so recht zum Ausdruck.

Die Komposition war relativ simpel, da die Bilder mit derselben Brennweite und Blende aufgenommen wurden. Herbert musste nur in zwei Teile geschnitten und der Torso ein wenig verschoben werden.

Gust

Beim Biken in Saalbach wollten wir unbedingt Fotos von der Steilwandkurve machen, doch als wir endlich dort waren standen alle Zeichen auf Regen. Es tropfte schon und ich wollte einfach schnell die Fotos schiessen. Zuerst machte ich ein paar Testbilder um die Belichtung einzustellen und danach ging es los. Wegen dem drohenden Regen und auch der Tatsache, dass wir für ein Foto immer ein wenig Zeit benötigten (Laura musste immer wieder das Rad hochschieben), war ich nach ein paar scharfen Bildern schon zufrieden. Bei näherer Betrachtung am Abend auf dem Laptop, gefiel mir die Komposition des Bildes nicht so sehr, dafür fand ich aber ein Testbild ganz nett.

Saalbach Ausgangsbilder

Hier wurde es ein wenig komplizierter, da ich nicht genau am selben Ort stand und auch verschiedene Brennweiten für die Fotos verwendete. Als erstes musste das untere Bild so skaliert und rotiert und mit den Perspektive Werkzeugen in Photosho verändert werden, damit die Balken des Wallrides schön ineinander übergingen.

Saalbach 1. Schritt

Nachdem ich das geschafft hatte, musste ich die Helligkeit der beiden Bilder anpassen, damit es natürlich wirkte. Die nächste Problemzone war der Übergang der zwei Bilder. An beiden Orten ging es relativ gut, da der Wald im Hintergrund und die Steine im Vordergrund sehr unruhig sind und so das Retuschieren relativ einfach war.

Saalbach Schärfe Grenze

Was mir erst auffiel als ich mit der ganzen Retusche fertig war, war der Hintergrund. Die Bahnstation war bei dem Bild ohne Bikerin schärfer als auf dem anderen. Dieser Effekt kommt vom Zoom. Mit einer weiteren Ebene bei der nur der Hintergrund etwas Unschärfe bekam, war diese Korrektur relativ schnell erledigt.

Ride the wall

Bei solchen Kompositionen taucht dann schnell die Frage auf ob dies Beschiss sei? Jein, ist meine Antwort darauf. Klar, das Bild ist manipuliert, aber ich täusche nicht vor, dass Laura über den Wallride fährt ohne es je so getan zu haben. Es wurde einfach das Beste aus 2 Realitäten vereint. Ich freue mich aber auf jeden Fall über andere Meinungen  🙂

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